Tag 12 die Sonne im Herzen

Ihr lieben Menschen,

Gegen 6:30 Uhr bin ich wach geworden und konnte nicht mehr richtig schlafen. Entsprechend habe ich mich fertig gemacht und war um kurz nach sieben schon Richtung Badezimmer unterwegs. Laura war ebenfalls wach und wir entschieden direkt mal Kaffee zu kochen und das Frühstück vorzubereiten. So langsam kamen alle dazu und gegen 7:30 Uhr fingen wir mit dem Frühstücken an. Irgendwie ist es auch mal ganz schön, in einer Unterkunft zu sein und nicht zum Frühstück zu laufen, sondern gemütlich am Tisch zu sitzen. Es war eine sehr lustige Runde und man hätte wohl auch noch länger zusammen sitzen können, aber wir hatten heute ja größeres vor. Der Himmel war recht anstrengend und nicht sonderlich einladend, dass man nun eine längere Wanderung machen wollen würde, aber was geplant, das geplant. Gegen 8:45 Uhr verließen wir die Unterkunft und Siska und Laura bereiteten alles andere vor beziehungsweise räumten den Tisch ab und kümmerten sich um die Wohnungsübergabe. Wir riskierten noch einen Blick auf die Wasserburg und machten uns dann auf den Weg. Eigentlich sollten 31 km vor uns liegen, wie wir später am Abend feststell, waren es fast 34 km. Der Regen hatte sich freundlicherweise seinen Weg besucht, und so wurden wir ständig mit kalten Wind und mal mehr und mal weniger Regen beglückt. Wir waren in unsere Regenklamotten eingepackt und versuchten uns so vor dem Regen zu schützen. Das gelang erstaunlich gut, auch wenn es zwischendurch wirklich ziemlich kalt war. Gegen Mittag kamen wir an einer Tankstelle in einem Ort vorbei und nutzten die Gunst der Stunde und kehrten ein. Dort war es warm, und wir aßen jeder ein Brötchen und tranken ein bisschen Kaffee. Ein bisschen trockener und wärmer machten wir uns dann auf den zweiten Teil, der nun über einen Radweg durch die Felder verlief. Die Felder schützten uns leider vor dem Regen gar nicht und so war es dort sehr kalt. Doch manchmal schaute die Sonne hinter den Wolken hervor, auch wenn nicht, sonst wie oft. 9 km. Vor dem Ende kam uns Corina entgegen und wir wanderten den Rest zu dritt. Das Tempo hatte sich mittlerweile sehr reduziert, da ich Blasen an den Füßen hatte und auch Hilmar Schmerzen an den Füßen hatte. Knapp 6 km vor Ende machten wir noch einmal eine Pause in einer Bushaltestelle, bevor es dann nach Sondershausen ging. Dort trafen wir gegen 18:30 Uhr ein. Gegen 19:00 Uhr kam dann Siska dazu und wir aßen alle zusammen zu Abend Pizza und Salat. Nun versorge ich ein bisschen meine Blasen und versuche zu schlafen. Ich wünsche euch allen eine gute Nacht, morgen sollen es dann um die 20 km werden.

Eure Anni