Tag 13 schmerz ist schwäche, die den Körper verlässt 

Ihr lieben Menschen,

Heute Morgen klingelte der Wecker um 7:00 Uhr. So langsam wurde die Wohnung wach und jeder machte sich fertig. Gegen 7:30 Uhr oder vielleicht ein bisschen später, trafen wir uns dann in der Küche und frühstückten zusammen. Heute war Siska auch dabei und wollte auch versuchen zu wandern. Zudem trägt sie das jüngste Mitglied dieser Wanderung mit sich, da sie aktuell schwanger ist. Ein lieber Gruß an Zwergi. Es war eine entspannte Runde und wir tranken insgesamt zwei Kannen Kaffee und so verstrich auch die Zeit. Gegen 9:30 Uhr machten wir uns dann am Ende auf den Weg. Das Wetter war irgendwie nicht so ganz beständig. Am Anfang kam die Sonne nur zaghaft durch die Wolken durch, und es war bedeckt. Ein paar Tropfen kamen herunter, aber es war völlig in Ordnung. Meine Blasen hatten sich leider nicht verbessert, und so hatte ich am Morgen bereits abgeklebt und gehofft, dass es ein bisschen was bringen würde. Ich hatte mich auf ein bestimmtes Tempo eingeschossen und konnte so den Schmerz recht gut ertragen. Gegen Mittag und nach ungefähr 12 km kamen wir in einem Dorf an, wo wir dann auf einer Bank eine längere Rast machten. Was witzig war, dass die Menschen, die mit dem Auto vorbei fuhren, uns skeptisch anschauten. Wir waren nun mal Fremde, und es war wirklich ein Dorf, irgendwo im nirgendwo . Gestärkt ging es dann weiter, und die Wege wurden ein bisschen mehr für mich herausfordernder. Ein paar kleine Steine hier und ein paar unwegsame Gegebenheiten dort. Es ging auch hinauf in den Wald. Wir hatten lustige Gespräche und tauschen uns gut aus, so dass die Zeit angenehm verstrich. Der Schmerz hatte sich soweit eingependelt. An einer Straße wollten wir uns von Siska verabschieden, die leider heute die Tour verlässt. Während wir uns noch verabschiedeten, wechselte das eigentlich sonnige Wetter zu spontanen Regen. In den Regen mischte sich auch noch Hagel. Die Verabschiedung wurde also recht schnell und wir machten uns eilig auf den Weg, da wir noch 7 km hatten. Nun regneten wir ordentlich durch. Zum Glück hatten wir alle Regenklamotten, dennoch kam Hagel und es war sehr kalt. Wir konnten keine Pause mehr machen und liefen, so schnell es möglich war, Richtung Unterkunft. Zwischendurch kam dann doch noch mal die Sonne durch, so dass unsere Regenkleidung recht gut trocknete. Doch leider meinte das Wetter es nicht so gut mit uns, so dass wir dann noch mal 2 km vor Ende durchregneten. Meine Schuhe sind leider nicht wasserdicht und wahrscheinlich wenn sie es gewesen wären, wären sie es jetzt nicht mehr. Die Schuhe waren komplett durch und liegen aktuell zum Trocknen auf der Heizung. Hier angekommen war ich ziemlich k.o. und hatte ein bisschen mit meinem Kreislauf zu tun. Ich ging duschen und ruhte mich ein wenig aus. Die anderen beiden zogen los und kauften ein paar Sachen ein und brachten vom Dönerladen etwas zu essen mit. Wir saßen heute Abend zusammen und haben zusammen gegessen und nun ist es Zeit ins Bett zu gehen. Siska kam auch noch kurz nach unserer Ankunft vorbei und brachte uns ein paar Sachen, die wir bei ihr im Auto gelassen hatten. Liebe Siska, es ist sehr schade, dass du nun wieder fahren musstest. Es ist total toll, dass du und Zwergi teil meiner Reise geworden seid. Passt auf euch zwei auf. Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und weniger Schmerzen als mir

Eure Anni