Tag 16 da waren es drei 

Ihr lieben Menschen,

Unser Vierer Zimmer war absolut unterhaltsam und so wurden wir nach und nach ab 7:00 Uhr heute Morgen wach. Da wir gegen 8:15 Uhr beziehungsweise 8:30 Uhr erst frühstücken konnten, machten wir uns jeweils entsprechend fertig und versuchten schon ein bisschen die Taschen zu packen, damit wir nach dem Frühstück starten konnten. Silvia, die Gastgeberin, bereitete uns ein sehr schönes Frühstück, so dass wir uns ausführlich stärken konnten. Auch hier wieder, das Frühstücken macht immer wieder großen Spaß und lädt dazu ein, dass man einfach länger bleibt. Die Unterkunft ist auf jeden Fall zu empfehlen. Das Wetter ließ gutes vermuten. Die Sonne lächelte vom Himmel, und die ein oder andere Wolke war auch dabei. Wir liefen ein bisschen eine Dorfstraße hinunter und kamen dann in schöne, bewaldete Bereiche. Der ein oder andere schaut sich bei uns gerne mal die Bäume oder Büsche genauer an, natürlich nur aus Interesse an der Natur, so dass manchmal der ein oder andere zurückbleibt und wieder aufholen muss. Auch hier war dies der Fall beziehungsweise es mussten noch mal Klamotten angezogen werden, da es wirklich eiskalt war. Wie mir später erzählt wurde, soll es um die 5° oder so gewesen sein. Hilmar und ich liefen uns gut unterhaltend den Weg entlang und vielleicht haben wir ausversehen den falschen Abzweig genommen, aber auch nur vielleicht, denn wir stellten es ungefähr 400 m später fest. Die anderen beiden waren eigentlich hinter uns gewesen, nach unseren Berechnungen mussten sie nun vor uns sein. Also ging es ein bisschen mit uns durch und wir schlichen uns von hinten an die beiden heran. Mit einem bestimmten Abstand benutzten wir dann eine Trillerpfeife, was zum erschrecken der anderen führte. Natürlich wurde fleißig behauptet, hier hätte sich niemand erschrocken. Ich glaube aber, dass sie sich erschrocken haben. Es führte auf jeden Fall zu Erheiterung und wir liefen fröhlich, uns unterhaltend, weiter. Wie man merkt, der ein oder andere Spaß ist auch hier gegeben. Meine Füße waren wirklich in Ordnung, und ich konnte recht gut auftreten. Nachdem wir den Wald verlassen hatten, liefen wir noch ein bisschen über das offene Feld und dann durch verschiedene Dörfer und Ortschaften. Unsere große Pause machten wir bei einem Sammelplatz bei einem Kindergarten und kramten unsere verbleibenden Süßigkeiten, Aufschnitt, Obst und was sonst noch so da war heraus. Dabei stellten wir auch fest, dass wir unbedingt einkaufen gehen mussten, schließlich ist morgen Sonntag. Gut gestärkt ging es dann weiter und vor allem auch bergauf. Für mich ist bergab immer noch ziemlich schmerzhaft, so dass Christin und ich irgendwann anfingen, zusammen zu singen, was mich doch sehr ablenken und auch zur Erheiterung der anderen Beitrug. Das Wetter hielt sich einigermaßen gut und wir regneten nicht durch. Das ist wirklich ein Segen. Gegen 17:00 Uhr kamen wir dann in Witzenhausen nach circa 23 km an. Ein Highlight der letzten Stunde war der Grenzübertritt nach Hessen. Nun befinde ich mich im dritten Bundesland meiner Reise. Heute mussten wir uns leider von Christin verabschieden, sie ist nämlich von Witzenhausen mit dem Zug Richtung Heimat gefahren. Liebe Christin, es war mir eine riesige Freude, dass du Teil meiner Reise geworden bist. Es ist schön, dass du die zwei Tage mitkommen konntest. Nun ist heute Abend Frank dazu gekommen und wir sind wieder zu viert. Gerade gehen Frank und Corina netterweise einkaufen und wir werden uns später noch etwas zu essen organisieren. Ich wünsche euch allen einen fantastischen Samstagabend.

Eure Anni