Tag 22 Keine Experimente mehr bitte

Ihr lieben Menschen,

Der Wecker klingelte heute um 6:50 Uhr. Ich war ein paar Minuten vorher wach geworden, da wir das Fenster über Nacht offen gelassen hatten und so die Lenneordentlich hören konnten. Gegen 7:30 Uhr trafen wir uns beim Frühstück und ich war ziemlich begeistert von der Auswahl, da es unter anderem sehr leckere Waffeln gab und das Rührei vor meiner Nase zubereitet wurde. Irgendwas habe ich jedoch nicht ganz so vertragen, so dass ich recht schnell ins Zimmer musste. Aber das hat sich zum Glück dann doch recht schnell erledigt und wir konnten bei bestem Wetter starten. Schon gegen 9:00 Uhr war es ziemlich warm und das Wetter sollte sich den ganzen Tag halten. Es war von Regen keine Spur, was uns natürlich freute, aber die Sonne gab alles, so dass es eher unter die Kategorie anstrengend zu verbuchen war. Wie auch die letzten Tage planten wir die Etappe kurzfristig um und versuchten ein bisschen Distanz einzusparen. Schon mal vorweggenommen: es ist uns heute nicht gelungen. Wir liefen größtenteils an der Landstraße oder Bundesstraße, was auch immer es ist, entlang, hatten aber auch Abzweigungen durch Ortschaften und teilweise Wald. Gegen Mittag fanden wir ein nettes Bistro, Bistro Maria und kehrten dort für einen Kaffee und ein Kaltgetränk ein. So wie Solveig sagte, waren wir sehr zielorientiert und liefen entsprechend nach unseren Möglichkeiten Richtung heutiger Unterkunft. Die große Schwierigkeit bestand neben der unfassbar lauten Lautstärke an der Straße und der Sonneneinstrahlung darin, dass wir alle unsere Fußprobleme hatten. Der eine konnte besser bergauf laufen, der andere bergab, der andere konnte nicht, oder was auch immer. Wichtig ist jedoch, dass wir alle zusammen angekommen sind. Wir fragen uns bis jetzt, ob der eine Berg hätte vermieden werden können, denn auf den letzten Kilometern durften wir noch mal richtig nach oben laufen, um dann freundlicherweise dasselbe wieder runter zu laufen. Gegen 19:40 Uhr erreichten wir nach 35,7 km unsere heutige Unterkunft. Kurz vor der Unterkunft waren wir etwas orientierungslos und sprachen Personen an, die dort wohnten. Also nahmen wir direkt einen Gruß an unseren Herbergsvater mit, da es anscheinend ein Freund aus dem Dorf war. Heute Abend gab es leckeren Salat und unsere Füße wurden entsprechend versorgt. Frank hat eine Hymne für die Tour vorgeschlagen, nämlich den Song Go West. Da würde mich doch glatt mal interessieren, wie ihr das findet. Wir drei wünschen euch eine fantastische Nacht.

Eure Ann