Tag 26 Köln ist da

Ihr lieben Menschen,

Heute Morgen frühstückten wir gegen 7:00 Uhr, da Jens und Frank,die heute zur Tour dazugekommen sind, gegen acht ankommen wollten. Sie schafften es jedoch schon gegen 7:30 Uhr da zu sein und so kamen wir auch pünktlich gegen 8:00 Uhr los. Auch wenn wir gestern sehr lange unterwegs gewesen waren, hatten wir uns dazu entschieden früh zu starten, da es über 30° werden sollte. Zunächst durchquerten wir das Königssteiner Forst, das wirklich sehr schön angelegt ist und zu empfehlen ist. Uns begegneten ein paar Fahrradfahrer und sehr wenig Fußgänger. Dies liegt sicherlich auch daran, dass wir unter der Woche unterwegs waren. Im Wald war es sehr erträglich, sobald man aber aus dem Wald heraus trat, brannte die Sonne bereits erbarmungslos vom Himmel. Wir kamen recht zügig voran und fanden uns schnell in den Außenbezirken von Köln wieder. Das städtische Leben war hier direkt spürbar, und umso näher wir dem Kölner Dom kamen, desto mehr Menschen waren unterwegs. Jens und Frank, die heute zur Tour dazu gekommen sind, hatten noch nicht gefrühstückt und so suchten wir uns einen Bäcker, Wo die beiden frühstücken konnten und ich mir einen Kaffee gönnte. Wir zogen weiter Richtung Kölner Dom und durch liefen Köln. Ich finde die Stadt sehr freundlich, aber es ist natürlich schon ein riesiger Unterschied zu Wald, Felder und Wiesen. Die Sonne gab sich größte Mühe, und die Temperatur stieg im Minutentakt an. Gegen 13:00 Uhr erreichten wir den Kölner Dom. Zuvor waren wir über die Brücke mit den ganzen Schlössern gelaufen, so dass wir einen sehr guten Blick auf den Rhein hatten. Der Moment beim Kölner Dom hat mich persönlich sehr berührt. Köln gehörte für mich zu den Städten, die wesentliche Etappen meiner Reise kennzeichnen sollten. Nun ist der Westen nicht mehr fern. Wir kehrten bei einem namenhaften Lokal mit goldenen M ein, und die meisten von uns aßen erst einmal ein Eis, um sich zu akklimatisieren. Danach gingen Jens und ich in den Kölner Dom und ich zündete eine Kerze an. Ein kleiner Moment zum innehalten würde ich sagen. Danach ging es dann auf die verbleibenden Zwölf Kilometer. Für mich war es sehr anstrengend, da mein Kreislauf ständig gegen die Hitze anarbeitete. Zudem taten mir meine Füße weh und ich wusste jetzt schon, dass es wieder über 30 km werden würden. Unterwegs kauften wir noch ein bisschen Obst ein und zogen weiter. Ich hatte angenommen, dass ich mindestens noch eine Pause machen wollen würde, da hatte ich mich jedoch geirrt. Wir zogen die Kilometer gemeinsam durch und kamen gegen 18:15 Uhr an unserer Unterkunft in Brauweiler an. Ehrlich gesagt war ich ziemlich fertig. Auf dem Tacho standen am Ende 34,4 km. Ich brauchte erst einmal ein bisschen, um klarzukommen. Anschließend ging ich duschen und danach bestellten wir uns zu essen und warteten dann doch recht lange. Nun heißt es schlafengehen, auch wenn es super heiß ist und ich noch nicht so ganz genau weiß, wie es mit meinen pochenden Füßen heute Nacht werden soll. Jetzt sind es noch drei Etappen und morgen früh werde ich leider Solveig verabschieden müssen. Wir frühstücken aber noch gemeinsam. Morgen werden Frank, Jens und ich zu dritt wandern. Der andere Frank wird sich noch einen Tag Ruhe gönnen, da seine Füße es ihm doch recht schwer machen. Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und hoffe, dass ihr nicht so schwitzen müsst wie wir

Eure Anni