Tag 7 Pause

Ihr lieben Menschen,

Das Leben schreibt manchmal seine ganz eigenen Geschichten. Heute Morgen sind wir aufgestanden und es regnete und regnete. Heute Nacht waren wir jeweils schon wach gewesen, da es immer wieder gewittert hatte und auch der Regen mal stärker und mal schwächer zu hören war. Wir machten uns gegen 6:30 Uhr auf den Weg zum Bahnhof, um nach Leipzig zu fahren und um uns ein Tandem dort auszuleihen. Der Zug war entsprechend voll, da die meisten Menschen auf dem Weg zur Arbeit waren. Meine Füße taten immer noch weh beziehungsweise die kleinen Zehen ärgerten mich ordentlich, so dass ich ein bisschen Ibuprofen nahm, um es besser auszuhalten. Leider Vertrage ich das Ibuprofen nicht ganz so gut und hatte eine leichte Übelkeit. Ich hatte meine Wanderschuhe gegen Sneaker getauscht und hatte zumindest das Gefühl, dass es ein bisschen besser auszuhalten war. Durch den Dauerregen wurden wir auch ein bisschen nass, wobei wir einen Regenschirm dabei hatten. Im Tandemladen angekommen, tauschten wir uns mit den Besitzern aus und beschlossen, dass es bei diesem Wetter eher keine gute Idee ist loszufahren. Entsprechend verabredeten wir uns dazu, dass wir morgen wiederkommen würden. Unverrichteter Dinge gingen wir zum Bahnhof zurück, wo wir uns erst einmal einen Kaffee organisierten, um uns weiter zu besprechen. Ich hatte mir vorgenommen, an dem Tag heute neue Schuhe zu kaufen, die auch meinen Zehen ein bisschen mehr Platz ließen. Also suchten wir den Decathlon auf, wo wir bestens beraten wurden. Die Menschen in Leipzig scheinen ziemlich nett zu sein, und uns begegneten in der ganzen Stadt im Kontakt keine ungehaltenen Personen und alle Schienen freundlich zu sein. Zumindest so unser Bild von Leipzig. Nachdem ich verschiedene Sachen bei Decathlon erworben hatte, machten wir uns auf den Weg zu unserer heutigen Unterkunft. Dieses Mal leider mit dem Zug. Nun sind wir seit heute Nachmittag hier und ich ruhe meine Füße aus. Es macht sich allmählich Unzufriedenheit bei mir breit, so habe ich es mir nicht vorgestellt. Es ist sicherlich eine gute Entscheidung, aber so langsam möchte ich mich wieder bewegen und vorankommen. Also schauen wir, wie wir es mit morgen machen und ob wir das Tandem dort ausleihen oder noch eine andere Möglichkeit finden. Hilmar wird morgen Abend dazukommen und er ist so lieb und kommt mit dem Auto und bringt das Tandem von meinem Mann mit. Also werde ich spätestens übermorgen aufs Tandem steigen, vielleicht schaffen wir es morgen schon. An dieser Stelle, vielen lieben Dank für die ganz lieben Nachrichten und aufmunternden Worte. Das Leben ist eben nicht gradlinig, ist eben Scheiße, aber gehört dazu. Ganz liebe Grüße aus dem verregneten Machern,

Eure Anni