Ihr lieben Menschen,
Wir hatten in einer angenehmen Unterkunft übernachtet und uns den Wecker auf 7:30 Uhr gestellt. Bereits gestern Abend hatten wir besprochen, dass auch heute kein Tandem geholt wird und somit eine weitere Pause eingelegt wurde. Mich persönlich hat es doch sehr frustriert und mitgenommen, wo ich doch gerne meinen Weg weitergehen möchte. Aber das Beste daraus machen, so war dann meine Devise. Wir bekamen netterweise von der Unterkunft noch einen Kaffee geschenkt, bevor wir uns auf den Weg nach Riesa machten. Dort angekommen suchten wir dieselbe Unterkunft auf, die wir schon mal bezogen hatten und konnten auch zum Glück direkt einchecken. Stephi und ich aßen noch etwas zusammen zu Mittag und dann trennten sich unsere Wege. Vielen lieben Dank liebe Stephi, dass du Teil meiner Reise geworden bist.
Zur weiteren Erholung meiner Füße verbrachte ich den Nachmittag in der Unterkunft. Ich nutzte diese Zeit, um Stornierungen vorzunehmen und mit verschiedenen Begleitungen zu telefonieren und weitere Schritte abzuklären. Gegen 18:00 Uhr tauchte dann Hilmar auf. Wir freuten uns beide sehr einander zu sehen, da wir uns zuletzt letztes Jahr in Sylt getroffen hatten. Hilmar war mit dem Auto angereist und hatte das Tandem dabei. Wir packten es sofort aus und fuhren unsere erste gemeinsame Fahrt. Sie war nur 100 m lang, aber war jetzt schon ziemlich spaßig. Wir planten die nächsten Tage und beschlossen, dass wir morgen nach Leipzig mit dem Tandem fahren würden. Das sind circa 70 km. Da wir beide noch nie in Riesa gewesen waren, entschieden wir kurzerhand ins Zentrum zu laufen und uns ein wenig umzuschauen. Hier sind viele historische Gebilde und viele Informationstafeln und ein schöner Park. Wir fanden eine Dönerbude und holten uns etwas zum mitnehmen und setzten uns für ein entspanntes Essen in den Park. Ein kleiner Spaziergang danach lies uns ein wenig in die Ostblock Politik zwischen 1945 und 1990 eintauchen. Nun freue ich mich darauf, dass es endlich weitergeht. Der Zustand meiner Füße ist deutlich besser geworden. Eben gerade habe ich mir meine kleinen Zehen angeschaut. Die Schwellung ist abgeklungen, jedoch haben die Verletzungen deutliche Spuren hinterlassen. Ich denke, es kommt jetzt auf die nächsten Tage an und natürlich auch darauf, wie ich die Verletzungen weiter versorge. Auch an dieser Stelle möchte ich mich wieder für die ganzen lieben Worte bedanken. Vielen Dank für euren Trost und für eure Unterstützung. Ich wünsche euch allen ein fantastisches Wochenende
Eure Anni